Saint Germain, Compte de (1710-1784). Berühmter Okkultist, der von den Theosophen als aufgestiegener Meister betrachtet wird. Angeblich übermitteln einige Medien unserer Zeit Botschaften von Saint Germain. Samadhi. Buddhistische Bezeichnung für den Zustand der Erleuchtung. Samadhi-Tank. Der Samadhi-Tank wurde 1954 von dem amerikanischen Arzt John C. Lilly erfunden. Dabei handelt es sich um eine mit warmem Salzwasser gefüllte, verschliessbare, schall- und lichtisolierte Wanne. Durch die völlige Abgeschlossenheit wird eine Tiefenentspannung herbeigeführt, die zu einer einzigartigen Selbsterfahrung in einem veränderten Bewusstseinszustand führen kann. Sannyasin. Begriff aus dem Hinduismus. ein Sannyasin ist ein Mönch oder ein Schüler, der der Welt entsagt und sich auf die Suche nach der spirituellen Wahrheit begibt. Satori. Bezeichnung im Zen-Buddhismus für die Erleuchtung. Séance. Eine spiritistische Sitzung, bei der ein Medium versucht, Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen. (Siehe auch unter Spiritismus.) Seher (auch: "Hellseher"). Ein Medium oder Wahrsager, der Ereignisse voraussehen und Prophezeiungen machen kann. Ein Seher besitzt das sog. zweite Gesicht. Berühmte Seher der Vergangenheit waren Emanuel Swedenborg (1688-1772) und Edgar Cayce (1877-1945). (Siehe auch unter Hellsichtigkeit und Zweites Gesicht.) Sekte. Religiöse oder spirituelle Gemeinschaft mit oft recht zweifelhaften oder sogar kriminellen Methoden. Die Anhänger mancher Sekten werden durch eine Art Gehirnwäsche gefügig und abhängig gemacht, was in vielen Fällen zu schweren psychischen Schäden führt. Mit den Praktiken dieser Organisationen befassen sich das Europa-Parlament und die verschiedenen Sektenbeauftragten der Kirchen. Selbstverwirklichung. Das Bestreben des Menschen, seine Persönlichkeit zu erfahren, sein inneres kreatives Potential zu erkennen und zu entfalten, so dass er sich seinem Wesen gemäss verwirklichen kann. Abraham Maslow beschäftigte sich mit diesem Drang, den er ebenso als primäres Bedürfnis betrachtete wie den Hunger. Auch C.G. Jung beschreibt die Selbstverwirklichung als Individuationsprozess. (Siehe auch unter Individuation.) Seminar (auch engl.: Workshop). Lehr- oder Arbeitsgruppe aus allen Bereichen des New Age. Seth. Name einer Wesenheit, die der medial veranlagten Schriftstellerin Jane Roberts in Trance spirituelle Texte diktierte. Jane Roberts veröffentlichte das sehr aufschlussreiche Seth-Material in mehreren, inzwischen berühmt gewordenen Büchern. Shiatsu. Von Tokujiro Namikoshi entwickelte, sehr wirkungsvolle japanische Druckmassage mit den Fingerspitzen, die heilsam und vorbeugend wirkt. Shiatsu stärkt die Abwehrkräfte und fördert den Selbstheilungsprozess des Körpers. Shiatsu führt zu einer Tiefenentspannung, bewirkt eine Lösung des Muskelpanzers und bringt den gesamten Organismus wieder in Harmonie. Im Jahre 1925 gründete Namikoshi das erste Shiatsu-Institut in Hokkaido und später die Japanische Shiatsu-Schule. Shiatsu ist heute auch im Westen weit verbreitet. Shin-Shin-Toitsu Do. Eine von dem Japaner Koichi Tohei entwickelte Methode. Shin-Shin-Toitsu Do wird zur Koordinierung und Harmonisierung von Körper, Geist und Psyche verwendet. Dabei werden verschiedene geistige und körperliche Übungen praktiziert. Silva-Mind-Methode (auch: "Silva Mind Control"). Von dem Texaner José Silva entwickeltes Bewusstseinstraining (Mentaltraining) und eine Methode zur Erforschung des geistigen Potentials. In der Silva Mind Control lernt man, einen "Alpha-Zustand" (siehe unter Alphawellen) herzustellen, in dem man paranormale Fähigkeiten entwickeln kann, wie Hellsichtigkeit und Fernheilen. Simonton, Carl und Stephanie. Der Arzt und Krebsspezialist Dr. Carl Simonton litt selbst an dieser Krankheit und ist heute davon geheilt. Er fand heraus, dass die plötzliche Besserung des Gesundheitszustands durch eine positive Lebenseinstellung (siehe auch unter positives Denken) bewirkt wird. Aufgrund seiner Erkenntnisse entwickelte er ein Lernprogramm für Krebspatienten, bei dem Entspannung und Visualisation verwendet wird. Seine Frau Stephanie, die als Psychotherapeutin tätig ist, arbeitet mit ihm zusammen in einem Krebszentrum in Fort Worth, Texas. Smaragdene Tafel. > Tabula Smaragdina. Sonnenzeichen. Umgangssprachlich das Sternzeichen, unter dem man geboren ist. In der Astrologie bedeutet es das Tierkreiszeichen, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt steht. Da das Geburtshoroskop noch viele andere Faktoren enthält, die die Gesamtpersönlichkeit eines Menschen ausmachen, sind Menschen, die unter demselben Sonnenzeichen geboren sind, trotzdem individuell verschieden. (Siehe auch unter Astrologie.) Spiritismus. Im 19. Jahrhundert in Amerika entstandene Lehre von der Unsterblichkeit der Seele und dem Kontakt mit dem jenseits. Medien spielen im Spiritismus eine wichtige Rolle, da sie mit den Verstorbenen oder anderen Wesenheiten kommunizieren können. Die Spiritisten entwickelten verschiedene Techniken, um in ihren Séancen den Kontakt mit dem Jenseits herzustellen, wie das Oui-ja-Brett. Spiritualität. Die Orientierung auf die geistige, spirituelle Welt hin. Spiritualität ist eine Lebenseinstellung des Menschen. Sie lässt sich nicht durch eine Lehre vermitteln. Spuk. Phänomene, bei denen Geister erscheinen, Geräusche ertönen oder Gegenstände bewegt oder durch die Luft gewirbelt werden. Für den Spuk gibt es heute den modernen Fachsudruck Recurrent Spontaneous Psychokinesis (kurz: "RSPK"), was zu Deutsch "sich wiederholende spontane Psychokinese" bedeutet. (Siehe auch unter Poltergeist und Psychokinese.) Sufismus. Die mystische Lehre des Islam. Der Sufismus ist ein spiritueller Weg der Läuterung und Wahrheitssuche. Es gibt Hinweise darauf, dass der Sufismus bereits vor Mohammed bestand. Zu den berühmtesten Sufi-Meistern zählen Maulana Dschelaleddin Rumi und Ibn Arabi. Die Sufis leben traditionell in Ordensgemeinschaften. (Siehe auch unter Derwisch.) Das Wort "Sufi" leitet sich von den wollenen Kleidungsstücken ab, die die Moslems während der Nachtwache in der Wüste weben. Dabei befinden sie sich in einem Zustand der Meditation und wenden sich der Suche nach der direkten Gotteserfahrung zu. Superlearning. > Losanov-Methode. Swami. Im Hinduismus eine Mönch oder Adept. Auch die Anrede der männlichen Anhänger von Bhagwan Shree Rajneesh. (Die Anrede für die weiblichen Anhänger lautet "Ma"). Symbol. Ein Ausdruck für etwas im wesentlichen Unbekanntes. Symbolisches Denken. Das symbolische Denken ist nicht-linear und wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Es ist komplementär zum logischen, linearen Denken der linken Gehirnhälfte. Synchronizität (griech.: Gleichzeitigkeit). Von dem Psychoanalytiker C. G. Jung und dem Physiker Wolfgang Pauli geprägter Begriff für das Prinzip des "sinnvollen Zufalls". Dieses Prinzip beschreibt das scheinbar unzusammenhängende, "zufällige" Zusammentreffen von Ereignissen oder Ereignissen und psychischen Vorgängen, die in einem offensichtlichen Sinnzusammenhang stehen. Die Synchronizität liefert eine mögliche Erklärung für Phänomene wie Hellsichtigkeit sowie die Astrologie und Orakel. Synergie (griech.: zusammen mit Energie). Das Zusammenwirken mehrerer Faktoren, so dass das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile. Die Synergie ist das unvorhersehbare Neue, das entsteht, wenn verschiedene Einzelfaktoren miteinander in Beziehung treten. Eine synergetische Wirkung entsteht beispielsweise beim Zusammentreffen von Gruppen und Netzwerken. (Siehe auch unter Holismus.) Schamane (sanskrit: Schramana = Asket). Die anthropologische Bezeichnung für den Medizinmann in Nordasien und Amerika. Auch bei den nordischen Völkern wie z.B. den Lappen gibt es Schamanen. (Siehe auch unter Schamanismus und Yggdrasil.) Schamanenflug. Schamanen versetzen sich mit Hilfe von Bewusstseinsveränderungen Drogen und Ritualen in Trance. In diesem Zustand machen sie ausserkörperliche Erfahrungen und erleben ihre Visionen. (Siehe auch unter Visionssuche) Schamanismus. Uralter Weg des Lernens und Handelns, um sich selbst, die Gemeinschaft und die Umwelt zu heilen. Im Schamanismus geht es jedoch nicht nur um die Heilung von Krankheiten. Schamanismus ist in der Hauptsache ein spiritueller Weg, der sog. "heilende Weg des Herzens". Im Schamanismus werden lebensnahe Symbole in Gebeten, Gesängen, Tänzen und den verschiedenen schamanistischen Ritualen und Zeremonien verwendet. Schattenboxen. > Tai Chi. Schröpfen. Das Schröpfen wurde bereits vor 5000 Jahren bei den Ägyptern und später auch bei den Griechen verwendet, um Rheuma, Arthritis, Asthma und andere Erkrankungen zu behandeln. Heute wird das Schröpfen von Heilpraktikern und in der chinesischen Medizin praktiziert. Beim Schröpfen setzt man Schröpfgläser auf die Haut, in denen vorher ein Vakuum erzeugt wurde, damit sie sich festsaugen können. Damit wird Blut in die oberste Hautschicht gesaugt. Schröpfen soll ein Gefühl der Erleichterung hervorrufen. Schwitzhütte. Indianische Reinigungszeremonie. Bei der Zeremonie wird ein einem Iglu ähnelndes Zeit errichtet. In dessen Mitte wird eine Grube ausgehoben, in die im Feuer erhitzte Steine gelegt werden. Während der Zeremonie werden die Steine mit Wasser übergossen. Die Teilnehmer der Schwitzhüttenzeremonie kauern um die Grube. Die Schwitzhüttenzeremonie erfolgt nach festen Regeln und wird von Gesängen begleitet. Steiner, Rudolf (1861-1925). Österreichischer Philosoph, Okkultist und Begründer der Anthroposophie. Steiner besass bereits als Kind eine hellseherische Begabung. In seinen Visionen offenbarte sich ihm, wie die spirituellen Kräfte wirken. 1897 schloss er sich den Theosophen an, trennte sich aber 1913 wieder von ihnen, um seine eigene Bewegung zu gründen. Johann Wolfgang von Goethe hatte einen grossen Einfluss auf Steiners komplexe Kosmologie. Seine Sichtweise der Wechselwirkung zwischen der spirituellen und physischen Welt, zwischen Mensch und Natur, Erde und Kosmos, bezieht sich auf aller Lebensbereiche, angefangen bei der Landwirtschaft bis hin zur Pädagogik. Strukturelle Integration. > Rolfing. |