Paradigma (griech.: Beispiel, Vorbild). Weltanschauung einer Wissenschaftlergemeinschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bisher war das naturwissenschaftliche Weltbild das vorherrschende Paradigma. Im Zuge des Bewusstseinswandels im New-Age findet jedoch ein sog. Paradigmenwechsel, zu einer holistischen Weltsicht statt. (Siehe auch unter Holismus.)

Paranormal (griech.: para = neben). Begriff aus der Parapsychologie, um rational nicht erklärbare Ereignisse zu beschreiben. Paranormale Phänomene ereignen sich "neben" der sichtbaren, "normalen" Realität. Sie entziehen sich den physikalischen Gesetzen, wie z.B. die Phänomene der Hellsichtigkeit, Telepathie und Psychokinese.

Parapsychologie. Wissenschaft und Erforschung paranormaler Phänomene, wie z.B. Hellsichtigkeit, Telepathie und Psychokinese. Die Anfänge der parapsychologischen Forschung gehen auf die Experimente von J.B. Rhine in den dreissiger Jahren zurück, der sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der aussersinnlichen Wahrnehmung beschäftigte. Heute gibt es an einigen Universitäten in Europa und den USA parapsychologische Forschungsprojekte.

Past-Life-Therapie (engl.: past life = vergangenes Leben; auch: "Rückführung"). Therapiemethode zur Rückführung in frühere Leben. Die Past-Life-Therapie basiert auf der Vorstellung von der Wiedergeburt. (Siehe auch unter Reinkarnation). Sie geht davon aus, dass die Erfahrungen und Erlebnisse aus früheren Leben (Inkarnationen) das derzeitige Leben beeinflussen. Durch eine von dem Psychologen Morris Netherton entwickelte spezielle Entspannungstechnik wird das Wiedererleben vergangener Inkarnationen und das anschliessende Verarbeiten traumatischer Erlebnisse ermöglicht. Eine Rückführung kann auch in der Hypnose herbeigeführt werden, wie sie z.B. von dem Hypnotherapeuten Thorwald Dethlefsen verwendet wird.

Pendeln. Zum Pendeln wird eine kette mit einem Anhänger aus Holz, Metall oder Kristall oder einem anderen Gewicht zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Dieses sog. Pendel funktioniert ähnlich wie eine Wünschelrute (siehe unter Radiästhesie), indem es entweder im oder gegen den Uhrzeiger ausschlägt, nachdem man eine bestimmte Frage gestellt hat. Mit dem Pendel kann man "Ja" und "Nein" Antworten auf bestimmte Fragen, die man vorher formuliert hat, erhalten. Welche Richtung des Pendels "ja" und welche "nein" bedeutet, ist individuell verschieden.

Pentagramm (auch. "Drudenfuss"). Altes, magisches Symbol in Form eines fünfzackigen Sterns, das als Schutzzeichen gegen schädliche Einflüsse verwendet wird. Ein Zacken des Pentagramms muss nach oben zielen, sonst gilt es als Zeichen des Teufels.

Phantasiereisen. Geführte Vorstellungen durch die inneren Welten zur Entfaltung des kreativen Potentials. (Siehe auch unter Visualisation.)

Philosophia perennis (lat.: die ewige Philosophie). In der mystischen Vorstellung die Philosophie der immer gleichbleibenden Grundwahrheiten des Lebens.

Polarity-Therapie. Ganzheitliche Behandlungsmethode, bei der die individuelle Persönlichkeit, die Ernährung und die physiologischen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt werden, wodurch die Harmonie der Körperenergien wiederhergestellt werden soll. Die Polarity-Therapie wurde von Randolph Stone (1890-1983) begründet, der darin Naturheilkunde mit Elementen aus der Akupunktur, Kräuterheilkunde, dem Shiatsu, der Ayurveda-Medizin und dem Yoga integriert. Seine Theorie geht von einer Polarität der verschiedenen Organe und Körperteile mit fünf Energiezentren aus, welche wiederum den fünf chinesischen Elementen Äther, Wasser, Feuer, Erde und Luft zugeordnet sind.

Poltergeist. Astralwesen, das der Urheber eines Spukphänomens ist (Siehe unter Psychokinese).

Positives Denken. Der Vater des positiven Denkens war der Geistliche Norman Vincent Peale, der in den fünfziger Jahren durch seinen Bestseller "Die Kraft des positiven Denkens" weltberühmt wurde. Jeder Gedanke hat die Tendenz, sich in der materiellen Welt zu verwirklichen. Daher besitzen Gedanken eine Eigendynamik und es ist von besonderer Wichtigkeit, optimistisch zu denken, wenn man sein Leben positiv gestalten will. Mit Hilfe des positiven Denkens kann man eine neue Lebenseinstellung gewinnen. Dies wird nicht nur durch eine Veränderung der Denkmuster bewirkt, sondern auch mit Autosuggestionsmethoden wie Affirmationen und Visualisation.

Präkognition. Vorauswissen durch einen plötzlichen Einblick in ein zukünftiges Ereignis. Präkognition findet häufig in Träumen statt. Auch die Prophezeiung ist eine Form des Vorauswissens.

Prana (sanskrit: Lebenshauch, Atem). Indischer Begriff für die universelle Lebenskraft. Vergleichbar mit der chinesischen Bezeichnung für die Lebensenergie Chi.

Primärtherapie. > Urschrei-Therapie.

Prophezeiung. In der Bibel besitzen die Propheten die Fähigkeit der Weissagung und Voraussage zukünftiger Ereignisse. Auch bei den Schamanen gibt es eine alte Tradition der Weissagung. Die Schamanen versetzen sich hierzu in einen veränderten Bewusstseinszustand. Auch medial veranlagte Menschen (siehe unter Medium), die das sog. zweite Gesicht besitzen, machen Prophezeiungen. Die im Westen berühmtesten Prophezeiungen stammen von Nostradamus (1503-1566), der seine Visionen in verschlüsselter Form niederschrieb.

PSI (Ableitung von dem griech. Buchstaben, mit dem das Wort "Psyche" beginnt). Überbegriff für alle paranormalen Fähigkeiten und Phänomene, wie z.B. aussersinnliche Wahrnehmung, Hellsichtigkeit, Präkognition, Telepathie und Psychokinese.

Psychodrama. Von dem venezianischen Psychiater Jacob L. Moreno (1892-1974) entwickelte Therapiemethode, in der Konflikte innerhalb der Gruppe ausagiert werden. Das Psychodrama verwendet das "Solo", wobei jeder "Schauspieler" seine Gefühle spielt, den "Rollentausch", wobei man in die Rolle einer anderen Person schlüpft, und den "Spiegel", wobei das eigene Verhalten von einem anderen Gruppenteilnehmer oder dem Therapeuten nachgeahmt wird. Dabei werden folgende Phasen durchlaufen: 1. Aufwärmen - die Sammlung in der Gruppe und das Herausarbeiten eines Problems. 2. Dramatisieren - die Aktionsphase, in der die Rolle oder das Problem gespielt wird. Am Schluss findet eine Diskussion statt (genannt "sharing"; dtsch. soviel wie "sich austauschen".).

Psychokinese. Paranormale Fähigkeiten, mit denen z.B. Gegenstände bewegt oder verändert werden können. Die vielleicht bekannteste Demonstration von psychokinetischen Fähigkeiten gab Uri Geller im Fernsehen, als er Uhren zum Stillstand brachte und Löffel verbog. Auch bei Poltergeist-Aktivitäten und Spuk können Möbelstücke verrückt oder Gegenstände durch die Luft gewirbelt werden. (Siehe auch unter Geller-Effekt und Verbiegungen.)

Psychometrie. Die mediale Begabung, die Geschichte eines Gegenstandes zu sehen. Manche Medien können Informationen über den oder die früheren Besitzer oder auch den augenblicklichen Besitzer eines Gegenstandes (z.B. eines ringes) machen, wenn sie ihn in der Hand halten.

Psychosomatische Medizin (aus griech.: psyche = Seele und soma = Körper). Zweig der Medizin, der die Wechselwirkung von Psyche und Körper berücksichtigt. Inzwischen gehen auch die Schulmediziner davon aus, dass ein Grossteil aller körperlichen Erkrankungen eine psychische Ursache haben. Der Psychologe Thorwald Dethlefsen und der Arzt Rüdiger Dahlke gehen davon aus, dass jede Krankheit eine Botschaft der Psyche ist. Jedes Krankheitssymptom ist mit einem psychischen Inhalt gekoppelt, der sich durch das körperliche Symptom bemerkbar machen oder sich ausdrücken will. (Siehe auch unter Alternative Medizin und Holismus.)

Psychosynthese. Therapiemethode aus der Transpersonalen Psychologie. Das Konzept der Psychosynthese geht auf das 15. Jahrhundert zurück, wo es in China zum ersten Mal dokumentiert wurde. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Methode von dem italienischen Psychologen Roberto Assagioli (1888-1974) wiederentdeckt und verbreitet, konnte sich aber erst 1965 durchsetzen. Die Psychosynthese begreift den Menschen als in einem ständigen Wachstumsprozess begriffenes Individuum. Die Therapie bezieht daher auch die spirituellen Bereiche der Psyche mit ein. Weitere in der Psychosynthese verwendete Techniken sind Meditation, Musiktherapie, Phantasiereisen, Katathymes, Bilderleben und Elemente aus der Gestalttherapie.

Pyramidenforschung. Die Erforschung der ägyptischen Pyramiden. Etliche Pyramidenforscher gehen davon aus, dass es mit der Ausrichtung, Konstruktion und den Abmessungen der Pyramiden eine spezielle Bewandtnis hat. In Experimenten wurde nachgewiesen, dass Blumen unter einer Pyramide wesentlich langsamer verwelken, Lebensmittel bleiben länger frisch und Pflanzen gedeihen besser. Das Geheimnis der Pyramiden liegt aber immer noch im dunklen.