Obertöne. Die höheren Töne, die in einem erklingenden Einzelton mitschwingen. In der indischen, chinesischen, balinesischen, japanischen und afrikanischen Musik schwingt in jedem Einzelton jeder andere Ton mit. Nach der Theorie Joachim Berendts stellen die Obertöne einen Zusammenhang zwischen Musik und dem neuen Bewusstsein her. (Siehe auch unter Neuer Mensch und New-Age.)

Odische Kraft (auch: "Od"). 1840 von dem deutschen Naturforscher Carl Freiherr von Reichenbach (1788-1869) geprägter Begriff für die feinstoffliche Energie, die sich in Sonnenstrahlen, Kristallen, Pflanzen und Menschen nachweisen lässt. Medien nehmen die odische Kraft als sog. Aura wahr. Mit Hilfe von Objekten, die mit der odischen Kraft aufgeladen sind, kann man diese Energie grundsätzlich auch auf Menschen übertragen. (Siehe auch Kirlian-Fotografie.)

Offenbarung. Eine Botschaft Gottes an die Menschen. Von ihren Empfängern wird sie plötzlich erkannt, nicht aber planmässig erarbeitet oder erlernt.

Okkultismus (lat.: occultus = verborgen). Lehre von den geheimen Zusammenhängen des Kosmos.

Ökologie. Nach James Lovelocks Gaia-Hypothese kann man die Atmosphäre, die Kontinente, die Meere und alle Lebensformen auf der Erde als Teil eines ganzheitlichen Biosystems betrachten, in dem unter normalen Umständen ein gesundes Gleichgewicht herrscht. Durch die moderne Zivilisation, Industrie und Technik wird die Harmonie der Umwelt beeinflusst. Die ökologische Bewegung basiert auf der Vorstellung, dass die Erde ein lebendiger Organismus ist, dem man Achtung und Wertschätzung entgegenbringen muss. Inzwischen gibt es viele Parteien und Organisationen auf der ganzen Welt, deren Arbeit auf dem ökologischen Bewusstsein basiert.

Om (auch "Aum"). Die heilige Silbe der Buddhisten und Hinduisten. In den heiligen Schriften der Hindus, den Veden, wird Om als der kosmische Klang der Schöpfung und als mächtigstes Mantra beschrieben.

Omega. In der Evolutionstheorie von Teilhard de Chardin ist Omega der Punkt, auf den jede Bewusstseinsentwicklung hinzielt. Wenn der Punkt Omega erreicht ist, findet die Geburt des planetarischen Bewusstseins statt, das sich seiner Göttlichkeit bewusst ist. Moderne Theorien der Bewusstseinsentwicklung, wie z.B. das Modell von Ken Wilber, basieren auf der Vorstellung von dem Punkt Omega.

Omen (lat.: Vorzeichen). Ein Ereignis, das einen Hinweis auf eine zukünftige Entwicklung gibt.

Orakel. Eine Methode, in die Zukunft zu schauen. Orakel, die auch heute noch verwendet werden, sind das I Ging und das Tarot.

Orden. Eine spirituelle oder religiöse Gemeinschaft.

Orgon-Therapie. Der Psychologe Wilhelm Reich (1897-1957) prägte den Begriff "Orgon" für die kosmische Urenergie, aus der die mechanische Energie, die Materie und alle lebenden Organismen hervorgehen. Sog. Orgonakkumulatoren, in denen diese Energie gespeichert wird, können laut Reich zu therapeutischen Zwecken verwendet werden.

Ort der Kraft. Ein Ort in der Natur, von dem eine spürbare Kraft ausgeht. Im Schamanismus spielen Orte der Kraft eine wichtige Rolle. Sie werden zur Visionssuche, Meditation oder zum Gebet aufgesucht, oder um Rituale abzuhalten.

Osteopathie. Von dem Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) begründete Therapie, die davon ausgeht, dass zwischen der Wirbelsäule und dem allgemeinen Gesundheitszustand ein Zusammenhang besteht. Durch eine Schädigung der Wirbelsäule werden die Nervenstränge im Rückgrat unterbrochen, was wiederum dazu führt, dass die Organe ungenügend versorgt werden. In der Osteopathie wird die Wirbelsäule wieder ausgerichtet (z.B. durch ruckartiges Strecken), um damit verbundene Erkrankungen zu heilen. (Siehe auch unter Chiropraktik)

Oui-ja-Brett (aus franz. "oui" und dtsch. "ja"). Hilfsmittel, um mediale Botschaften zu übermitteln. Bei Séancen werden Karten mit den Buchstaben des Alphabets ausgelegt. In die Mitte des dazu benutzten Bretts wird ein umgestülptes Glas gestellt, das sich auf die einzelnen Buchstaben zubewegt, wenn eine Botschaft aus dem Jenseits buchstabiert werden soll.

Ouspensky, Peter D. (1878-1947). Mathematiker Philosoph und Schüler von G.I. Gurdjieff. Nach Gurdjieffs Tod führte Ouspenksy dessen Werk weiter und verbreitete seine Lehre vor allem in Grossbritannien und den USA weiter.