Magie (griech.: Zauberei). Das Wissen um die spirituellen Naturkräfte und deren Anwendung. Die Gefahr der Magie liegt in der Manipulation, weshalb man zwischen "weisser" und "schwarzer" Magie unterscheidet. In den Kulturen früherer Epochen war Magie ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Auch die Schamanen verwenden magische Rituale, um beispielsweise veränderte Bewusstseinzustände herbeizuführen. Das Wahrnehmungsvermögen eines Magiers bezieht die astralen Ebenen mit ein. Magnetopathie (auch: "Magnetotherapie"). Die Magnetopathie basiert auf der Vorstellung von der Lebensenergie (Chi), die in den Meridianen durch den Körper strömt. Heiler können durch Handauflegen Heilenergie auf einen Kranken übertragen. Die Energie-Übertragung in der Magnetotherapie kann sogar stattfinden, ohne dass der Heiler den Kranken berührt. Mit Methoden wie EAS und Reiki kann man die Energie in Eigenregie aktivieren, so dass man sich selbst behandeln kann. Bei Reiki ist dies möglich, sobald durch einen Meister der eigene Energiekanal geöffnet worden ist. Magnum Opus (lat.: das Grosse Werk). Begriff aus der Alchemie. Magnum Opus sind alle Bemühungen, die darauf abziehen, das "geheime Gold", den "Stein der Weisen" oder das "Lebenselixier" zu gewinnen. Heute ist damit die spirituelle Vervollkommnung gemeint. Mahikari. Eine weltweit verbreitete, von dem Japaner Kotama Okada begründete Bewegung zur Vorbereitung einer neuen Zivilisation. Nach einer dreitägigen Initiation kann man Mitglied der Bewegung werden. Die Mitglieder tragen ein heiliges Amulett, genannt "Omitama". Zu den Regeln der Bewegung gehören Reinigungsübungen (Okiyome), die eine Heilung auf allen Ebenen der Persönlichkeit bewirken soll. Ziel der Mahikari-Bewegung ist die Arbeit am Karma des Menschen, um den Weg für den neuen Menschen zu bereiten. Makrobiotik (griech.: macro = gross; bios = Leben). Von dem japanischen Philosophen George Oshawa geprägter Begriff für eine Ernährungsweise, die auf dem chinesischen Prinzip von Yin und Yang basiert. Dabei werden die verschiedenen Nahrungsmittel in Yin und Yang unterteilt. Yin und Yang sind die zwei gegensätzlichen, sich ergänzenden Energiemanifestationen. Früchte und Blattgemüse sind Yin, Wurzelgemüse Yang. Yin-Nahrungsmittel wachsen in heissem, trockenem Klima über der Erde und haben einen hohen Wassergehalt. Yang-Nahrungsmittel gedeihen bei feuchtem, kühleren Wetter und sind trockener und härter. Das wichtigste Nahrungsmittel in der Makrobiotik ist das Getreide, das mit Gemüse kombiniert wird. Bestimmte Nahrungsmittel wie Zucker und Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Tomaten (Yin), Fleisch und Eier (Yang) werden hingegen gemieden, weil sie zu extrem yin- oder yang- betont sind. Mandala (sanskrit: Kreis). Begriff aus den östlichen Religionen. Mandalas sind symbolhafte Zeichnungen mit symmetrischen Mustern, die zur Meditation verwendet werden und die zeitlose Einheit allen Seins widerspiegeln. Auch die Rosettenfenster gotischer Kathedralen weisen die Grundstruktur eines Mandalas auf. Mantra (sanskrit: Spruch). Begriff aus dem Buddhismus und Hinduismus. Mantras sind heilige Verse oder Silben, die gesprochen oder gesungen werden. Sie werden entweder laut oder im Geiste ständig wiederholt. Dies soll dazu dienen, die geistige Ruhe und Konzentration zu vertiefen, die für einen meditativen Zustand notwendig ist. Das bekannteste und heiligste Mantra ist die Silbe Om. Marma. Eine Diagnosemethode aus der Ayurveda-Medizin. Bei dieser Methode werden 108 Punkte, die den Akupunktur-Punkten der chinesischen Medizin entsprechen, zur Diagnose herangezogen. Materialisation. Das Auftauchen eines Gegenstands oder einer Person aus dem Nichts. die Materialisation gehört zu den paranormalen Phänomenen. Viele Meister können Gegenstände materialisieren. Dass es sich dabei um keinen Trick handelt, wurde bei dem indischen Guru Sai Baba nachgewiesen, der unaufhörlich "heilige Asche" aus seinen Händen rieseln lassen kann. Maslow, Abraham (1908-1976). Begründer der humanistischen Psychologie. Die humanistischen Psychologen stellen die gesunden und nicht die neurotischen Anteile des Menschen in den Vordergrund und fördern sein potential. Maslow entwickelte das Konzept von der "Bedürfnispyramide", der zufolge sich der Mensch erst um die Selbstverwirklichung und -erkenntnis bemühen kann, wenn er seine körperlichen, emotionellen und sozialen Bedürfnisse befriedigt hat. Ein weiterer von Maslow geprägter Begriff ist das "Gipfelerlebnis", mit dem er ein spontanes Glücksgefühl beschreibt, das sich einstellt, wenn sich die Persönlichkeit gesund und harmonisch entfalten kann. Massage. Heilmethode durch Berührung mit den Händen (in der Ayurveda-Medizin auch mit den Füssen) zur Entspannung und Lockerung von Muskelverspannungen. Es gibt viele verschiedene Massagetechniken wie zum Beispiel Kneten, Streichen und Druckmassage. Gerade die östlichen Massagetechniken wie Jin Shin oder Shiatsu erweisen sich als Ganzkörperbehandlung oder innerhalb der Körperarbeit als besonders wirkungsvoll. Zu den Massagetechniken, die im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt werden, zählen ausserdem Rolfing und die Polarity- Therapie. Maya (altind.: Macht, Kraft). Begriff aus den östlichen Lehren für die alltägliche Realität, die unser Verstand irrtümlich für wirklich hält, obwohl es sich dabei nur um eine Illusion handelt. Viele buddhistische oder hinduistische Praktiken zielen daher darauf ab, die Illusion zu durchschauen, die oft als "Schleier der Maya" bezeichnet wird. Mazdaznan. Aus Persien stammende Körperübungen zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Medialität. Begabung für aussersinnliche Wahrnehmungen wie Hellsehen oder Hellhören, die sich in Trance oder einem veränderten Bewusstseinszustand einstellen können. Meditation (lat.: Besinnung). Die geistige Sammlung und Versenkung. In allen Weltreligionen besteht das Ziel der Meditation darin, einen Zustand des inneren Friedens und der Harmonie herzustellen, um sich des wahren Wesenskerns bewusst zu werden. Im christlichen Glauben ist Meditation eine Möglichkeit, eine intensive Beziehung zu Gott herzustellen. Im Hinduismus und Buddhismus ist Meditation eine Übung, mit deren Hilfe man versucht, die Erleuchtung oder den Zustand der Erlösung (Nirwana) zu erreichen. Hilfsmittel bei der Meditation sind z.B. Mantras. In der modernen Psychologie, der Psychosynthese oder der initiatischen Therapie von Graf Dürckheim wird Meditation in den therapeutischen Prozess integriert. In der New-Age-Bewegung gilt die Meditaion als eine Übung, die zu spirituellem Wachstum verhilft. Meditation hat jedoch auch messbare physische Wirkungen, indem sie eine tiefe Entspannung herbeiführt. Dadurch wird die Atem- und Herztätigkeit sehr deutlich günstig beeinflusst und der Blutdruck gesenkt. Medium. Ein medial veranlagter Mensch, der hellsichtig ist oder mit nicht verkörperten Wesenheiten Kontakt aufnehmen und Botschaften aus der Astralebene übermitteln kann. (Siehe auch unter Astralwesen.) Bei den Spiritisten halten Medien sog. spiritistische Sitzungen oder Seancen ab, bei denen sich Geistwesen u.a. durch Klopfzeichen bemerkbar machen. Manche Medien nehmen das Verhalten des Wesens oder des Verstorbenen an, mit dem sie im Trancezustand in Kontakt stehen. Meister. Ein hochentwickelter spiritueller Lehrer. Das indische Wort für den Meister lautet Guru. Meridian. Begriff aus der chinesischen Medizin. Kanal im Körper, durch den Energie strömt. Die östlichen Schulen gehen von der Annahme aus, dass der freie Energiefluss in den insgesamt zwölf Meridianen notwendig ist, um die Harmonie im Körper und damit die Gesundheit zu erhalten. Daher arbeiten z.B. die Akupunktur und die Akupressur mit dem System der Meridiane. Metamorphische Methode. Eine Weiterentwicklung der Reflexzonen-Therapie und der "pränatalen Therapie" von Robert St. John. Der Theorie der metamorphischen Methode zufolge hängen bestimmte Reflexzonen an den Füssen sowohl mit der Wirbelsäule als auch mit vorgeburtlichen (pränatalen) Prägungen zusammen. Durch die Behandlung der Füsse, Hände und des Kopfes sollen sich diese Prägungen direkt beeinflussen lassen, wodurch Energien freigesetzt werden. Dadurch kann eine innere und äussere Wandlung der Persönlichkeit bewirkt werden. Mind Mirror (eingl.; dtsch. soviel wie "Spiegel des Geistes"). Ein tragbares EEG-Gerät, mit dem man die Gehirnwellen der beiden Gehirnhälften messen und aufzeichnen kann. (Siehe auch unter Biofeedback.) Morphogenetisches Feld (griech.: morphe = Form; genesis = Entstehung). Hypothese von dem Biologen Rupert Sheldrake (geb. 1940). Sheldrake geht davon aus, dass die Form, die Entwicklung und das Verhalten von Dingen und Lebewesen von sog. morphogenetischen Feldern geprägt werden. Wenn eine kritische Zahl von Mitgliedern einer Art ein bestimmtes Verhalten erlernt, springt dieses automatisch auf alle Vertreter dieser Spezies über, selbst wenn zwischen diesen kein räumlicher und zeitlicher Kontakt besteht. Dieses Phänomen bezeichnet Sheldrake als "morphische Resonanz". (Siehe auch unter Unified Field.) Mudra. Rituelle Gesten mit den Händen im Hinduismus. Jeder Gottheit waren bestimmte Hand- und Fingerhaltungen zugeordnet. Mudras haben auch eine heilende Wirkung, da jede Haltung einen speziellen Energiefluss im Körper bewirkt. Musiktherapie. Die Heilwirkung von Musik war bereits in vielen alten Kulturen, wie zum Beispiel bei den Indern und Griechen, bekannt. Heute findet die Musik in verschiedenen Therapieformen Verwendung, wobei die Musik entweder aktiv oder passiv eingesetzt wird. (Der Klient macht entweder selbst Musik oder er ist Zuhörer.) Musiktherapie eignet sich auch zur Behandlung von geistig oder körperlich behinderten Menschen. Mystik (griech.: Geheimlehre). Mystik ist die zentrale Erfahrung, die allen Religionen gemeinsam ist. Im Christentum ist die sog. mystische Erfahrung die Kommunion mit Gott. Auch im Yoga findet sich in der Vereinigung mit dem Göttlichen eine ähnliche Entsprechung. Allgemein beschreibt die mystische Erfahrung das Einswerden des Menschen mit der Schöpfung. Die Erkenntnisse der modernen Quantenphysik zeigen, dass die Grenze zwischen der mystischen Weltsicht und der Physik fliessend ist, wie es Fritjof Capra und Peter Russel in ihren Theorien dargelegt haben. Mythos (griech.: Erzählung). Ein Mythos ist eine bildhafte Erzählung, die in ihrer Symbolik die verschiedenen Dimensionen der menschlichen Seele widerspiegelt. Daher ist in Mythen häufig eine tiefere Weisheit verborgen. |