Kabbala (hebr.: Überlieferung). Die Geheimlehre des Judentums, die ursprünglich mündlich und erst ab dem 7. Jahrhundert schriftlich überliefert wurde. Das bedeutendste Buch der Kabbala, der Sohar (Buch des Glanzes), schlüsselt den Mystizismus der Lehre auf. Im kabbalistischen Weltverständnis führt der Weg zu Gott über die zehn Sephirot (Strahlen) oder Energiemanifestationen, durch die Gott sich in der Welt verwirklicht und die als "Baum des Lebens" dargestellt werden. Der Baum des Lebens symbolisiert die sich stufenweise vollziehende Vervollkommnung des Menschen. Dieses Ideal ist als Adam Kadmoni, der ewige Adam, in fast allen esoterischen Schulen bekannt. Kahuna. Eine ursprünglich von den Philippinen, später aus Hawaii stammende Behandlungsmethode mit den Händen. Kahuna wird zur Stimulation des Energieflusses im Körper verwendet. Kampfkunst (im Westen auch: "Kampfsport"). Die heute bekannten Kampfkunstarten wurden wahrscheinlich von dem buddhistischen Mönch Bodhidharma um 500 v. Chr. von Indien nach China gebracht. Die Legende besagt, dass Bodhidharam die Mönche des Shao-Lin-Klosters in einer unbewaffneten Selbstverteidigungstechnik unterreichtet, die den Ursprung für viele der auch heute noch praktizierten Kampfsportarten bildet. (Siehe auch Aikido, Capuera, Tai Chi). Die östlichen Kampfsportarten haben einen spirituellen Hintergrund, weshalb man sie nicht nur als "Sport" betrachten kann. Vielmehr sind sie eine Methode, um Körper und Geist in Einklang miteinander zu bringen und die geistige und körperliche Konzentration zu schulen. Karma (sanskrit: wirken). Begriff aus dem Hinduismus und Buddhismus. Karma ist die Auswirkung von Handlungen eines früheren Lebens (Inkarnation) auf ein späteres. Es ist die Summe aller Taten, Gedanken und Gefühle in diesem und allen vergangen Leben. Das Karma bestimmt die nächste Wiedergeburt, da der Mensch durch sein Handeln in diesem Leben die Voraussetzungen und Bedingungen seines nächsten Lebens bewirkt. (Siehe auch unter Reinkarnation). Ki-Training (jap.: Ki = Lebensenergie). Das Ki-Training besteht aus verschiedenen körperlichen und mentalen Übungen aus der chinesischen und japanischen Philosophie und Medizin. Durch die Aktivierung und Steigerung der Lebensenergie werden u.a. geistige Blockierungen gelöst und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. (Siehe auch unter Chi.) Kirlian-Fotografie. Von dem russischen Ingenieur Semjon Kirlian zwischen 1939 und 1958 entwickeltes Hochfrequenz-Fotografie-Verfahren, mit dem man die Aura oder das Energiefeld auf einer Fotoplatte sichtbar machen kann. P. Mandel entwickelte daraus die "Energetische Terminalpunkt-Diagnose." Damit soll es möglich sein, anhand der Aura-Abstrahlung Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der fotografierten Person zu ziehen. Viele Forscher halten diese Methode jedoch für umstritten. Klartraum. Ein Traum, in dem der Träumende weiss, dass er träumt und in dem er das Traumgeschehen beeinflussen kann. Klarträume werden auch als luzide Träume bezeichnet, ein Begriff der bereits 1913 von Frederik van Eeden geprägt wurde. Klarträume unterscheiden sich von anderen Träumen. Die Grenze zu ausserkörperlichen Erfahrungen ist in Klarträumen fliessend. (Siehe auch unter Luzidität). Koan. Frage oder Ausspruch im Zen-Buddhismus. Ein Koan wird meist als Dialog zwischen Meister und Schüler formuliert. Der Inhalt eines Koans ist schwer verständlich oder erscheint rationell betrachtet verwirrend oder unlogisch. Ein viel zitiertes Beispiel ist die Frage: "Wie hört sich das Klatschen einer Hand an?" Der tiefere Sinn eines Koans besteht darin, die normalen Grenzen des rationellen Denkens zu überschreiten und feste Denkmuster auf zubrechen. Kontemplation (lat.: contemplari = betrachten). Eine Form der christlichen Meditation. Die Kontemplation ist eine Vertiefung in das Innere, ohne Bilder, Gedanken und Vorstellungen vor dem geistigen Auge aufsteigen zu lassen. Beispiele für diese Art von Versenkung sind das Schweigen, die Herzensbitten und die Jesus-Gebete. Kornkreise. Kreisförmige oder geometrische Figuren in Getreidefeldern, die in den letzten Jahren besonders in England beobachtet wurden und viele Rätsel aufgeben. In der Umgebung von Kornkreisen sind keinerlei Spuren eines Verursachers zu finden. Körperarbeit. Überbegriff für alle Therapien, die den Körper in den psycho-physischen Heilprozess einbeziehen. Der Vater der modernen Körpertherapien ist der Psychiater Wilhelm Reich. Reich entdeckte, dass sich z.B. Ängste im Körper festsetzen und sich in Form von Verspannungen, dem sog. Muskelpanzer, ausdrücken. Bei der Körperarbeit werden daher u.a. Atem- und Massagetechniken verwendet. Dadurch wird sowohl die Lockerung des Muskelpanzers als auch eine Freisetzung von unterdrückten Emotionen bewirkt. Zu den bekanntesten Methoden der Körperarbeit zählen die Alexander-Technik, Bioenergetik, Feldenkrais-Methode, Rebirthing und Rolfing, um nur einige unter zahlreichen Techniken zu nennen. Kräuterheilkunde (Phytotherapie). Heilmethode, bei der Heilkräuter als Arzneimittel verwendet werden. In der anthroposophischen Medizin (siehe Anthroposophie) spielen Heilkräuter eine wichtige Rolle, ebenso in der modernen Naturheilkunde und alternativen Medizin. Eine weltberühmte Kräuterheilkundige ist Maria Treben, deren Heilerfolge die Wirksamkeit der Phytotherapie belegen. Krishnamurti, Jiddu (1895-1986). Der indische Weisheitslehrer J. Krishnamurti wurde als junger Mann von den Theosophen (siehe Theosophie) als ihr neuer Messias betrachtet. Die Theosophen gründeten für ihn den Orden "Star of the East." Doch Krishnamurti wählte einen anderen Weg und weigerte sich, ein religiöser Lehrer zu werden. 1929 löste er den Orden der Theosophen wieder auf. Statt dessen lehrte er später in Indien, Amerika und der Schweiz. Das Kernprinzip seiner lehre besagt, dass der Mensch sich von allen Glaubensvorstellungen und den Fesseln des Egos, das eine Ansammlung von Gedanken, Erinnerungen und Wunschvorstellungen ist, befreien muss. Auf diese Weise soll man die Wahrheit über sich selbst erkennen. Kristalle. Bereits die ägyptischen Priester wussten um die Macht und Heilkraft von Kristallen. Auch die Azteken und Inkas benutzten Halbedelsteine zur Weissagung. In der New-Age-Bewegung erwachte das Interesse an Kristallen und Edelstein erneut, und zwar besonders in Hinsicht auf Heilung und die spirituelle Entwicklung. Die verschiedenen Kristalle und Edelsteine besitzen bestimmte Heileigenschaften und werden deshalb bei körperlichen und emotionellen Leiden eingesetzt. Dabei werden sie entweder am Körper getragen oder auf die entsprechende Körperstelle gelegt, um die Heilung zu unterstützen. Kübler-Ross, Elisabeth. Die in der Schweiz geborene und heute in den USA lebende, mit 18 Ehrendoktortiteln ausgezeichnete Ärztin Dr. Elisabeth Kübler-Ross ist eine führende Persönlichkeit in der Beratung von Sterbenden und deren Angehörigen. Sie tritt in ihren Büchern und Seminaren, die sie in allen Teilen der Welt durchführt, für eine Humanisierung des Sterbens ein. Inzwischen widmet sich Dr. Kübler-Ross AIDS-Kranken und hat in Amerika eine Farm gegründet, auf der an AIDS erkrankte Kinder leben. Kult. Ausübung einer Religion innerhalb bestimmter Regeln und Rituale. Kundalini (sanskit: Schlange). In den heiligen Schriften der Hindus als zusammengerollte Schlange dargestellte Energie, die an der Basis der Wirbelsäule verborgen ist und durch Meditation oder Yoga-Übungen geweckt werden kann. Bei der Erweckung der Kundalini steigt die Energie entlang der Wirbelsäule nach oben auf und aktiviert die sieben Chakren, bis sie das oberste oder Scheitelchakra erreicht, wo sie das Erlebnis der Erleuchtung oder das Transzendieren des Bewusstseins bewirkt. Dieser Effekt sollte aber nicht unvorbereitet oder ohne Lehrer herbeigeführt werden, da er sonst gefährliche Auswirkungen haben kann. Kunsttherapie. In verschiedenen Schulen für die Persönlichkeitsentwicklung wird die Kunst, besonders das Malen, verwendet, um verborgene Wesensanteile zum Ausdruck zu bringen. Eine Therapiemethode, in der die Kunst eine wichtige Rolle spielt, ist beispielsweise die Psychosynthese. |