I Ging (chin.: "Das Buch der Wandlungen"). Vor über 3000 Jahren in China von König Wen Wang und seinem Sohn Chou verfasstes Weisheits- und Orakelbuch. Um das Orakel zu befragen, werden Schafgarbenstengel oder Münzen geworfen. Aus den Kombinationen ergeben sich 8 Trigramme (Zeichen mit drei Strichen) und 64 Hexagramme (Zeichen, die sich aus zwei Trigrammen zusammensetzen. Jedes Zeichen wird zur Deutung verwendet, wobei es eine bestimmte Lebenssituation symbolisiert. Individuation. Von Carl Gustav Jung geprägter Begriff aus der Analytischen Psychologie, dessen zentrale Bedeutung die Selbstverwirklichung oder der Weg zum wahren Kern des Wesens, dem Selbst, ist. Die Individuation ist der lebenslange Prozess der Reifung und Ganzwerdung des Individuums. Initiation (lat.: Einweihung). Rituelle Einführung in eine esoterische Gemeinschaft. Inkarnation (lat.: Fleischwerdung). Die Verkörperung der Seele als Mensch. Eine Inkarnation ist das Leben oder die Zeit, die die Seele in einem bestimmten Körper zubringt. Intuition (von lat.: intueri = betrachten). die Fähigkeit der unmittelbaren Einsicht oder Erkenntnis ohne bewusste Reflexion. Die Intuition macht sich häufig in Form der inneren Stimme bemerkbar. Die intuitive Wahrnehmung geschieht über das Unbewusste, das heisst über Erkenntnisblitze oder Einsichten unbewussten Ursprungs. Invokation (lat.: Anrufung). Die Anrufung eines Geistes oder einer Gottheit. Die Invokation ist häufig Teil eines Rituals. Irisdiagnose. Diagnosemethode, die in der Naturheilkunde verwendet wird. Aus der Färbung und Klarheit der Augen, insbesondere der Iris, lassen sich aktuelle Krankheiten sowie Krankheitsdispositionen erkennen. Dabei wird eine von dem Arzt Bernhard Jensen entwickelte Augendiagnosetafel verwendet. Jensen unterteilte das Auge in über fünfzig Sektoren, die den verschieden Organen und Körperteilen zugeordnet sind. Die Irisdiagnostik war bereits bei Hippokrates bekannt. Im Jahre 1881 wurde sie von dem ungarischen Arzt Ignaz von Peczely bekannt gemacht. |