Hahnemann, Samuel H. (1755-1843). Arzt und Vater der Homöopathie. Hahnemann war von den Praktiken und Erfolgen der Schulmedizin enttäuscht, weshalb er seine Praxis aufgab und sich der Forschung widmete. Anhand von Experimenten und Selbstversuchen mit Chinin entdeckte er schliesslich die Homöopathie. Seine Veröffentlichungen gelten auch heute noch als Standardwerk der Homöopathen. Hakomi. Von Ron Kurtz entwickelte Methode, die aus körperlichen und geistigen Übungen besteht, um die Leistungsfähigkeit zu steigern. Hara (jap.: Bauch). Der anatomische Mittelpunkt des Körpers, der nach den östlichen Lehren gleichzeitig auch der Ort ist, an dem sich die Lebenskraft sammelt. Daher spricht man auch davon, dass man "in seine Mitte kommt" oder sich "zentriert". Die Körpermitte oder das innere Zentrum des Menschen spielt vor allem im Zen-Buddhismus und in der östlichen Kampfkunst eine wichtige Rolle. Hatha Yoga (sanskit: Ha = Sonne, tha = Mond). Einer der vier Hauptzweige des Yoga. Nach der Yoga-Lehre fliesst die Sonnenenergie durch die rechte, die Mondenergie durch die linke Körperhälfte. Im Hatha Yoga, der auch im Westen weit verbreitet ist, werden bestimmte Stellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Körperübungen praktiziert, um Ruhe und Harmonie herzustellen. Hellerwork. Eine Bindegewebsmassage in elf Behandlungen. Dabei werden die Muskelverspannungen im Nacken, Rücken und Schultergürtel gelöst. Hellerwork beseitigt negativen Stress und fördert die Blutzirkulation. Hellsichtigkeit (auch: "Hellsehen"). Eine mediale Fähigkeit und Erscheinungsform der aussersinnlichen Wahrnehmung. Beim Hellsehen sieht das Medium Ereignisse voraus oder nimmt Verstorbene wahr, mit denen es kommunizieren oder Botschaften empfangen kann. Hellsichtigkeit tritt spontan auf, kann aber auch unter Hypnose oder im Trancezustand herbeigeführt werden. Hermetik. Spirituelle Tradition, auf der die europäische Esoterik seit der griechischen Antike aufbaut. Der Name leitet sich von dem griechischen Gott Hermes Trismegistos ab. Ein wesentlicher Bestandteil der Hermetik ist das analoge Denken (das Denken in Analogien), wobei die verschiedenen Phänomene der Welt in ihrer Wechselbeziehung zueinander betrachtet werden. Hexe. Weise Frau, Priesterin und Heilerin. Heute wird das Hexenwesen durch die Bemühungen um die weibliche Spiritualität wiederbelebt. Moderne Hexen knüpfen an die Naturreligion ihrer Vorgängerinnen an, die Wicca genannt wird. Höheres Selbst. Begriff für den Teil der menschlichen Gesamtpersönlichkeit, der mit der spirituellen Dimension verbunden ist. Aus dem Höheren Selbst kann der Mensch Erkenntnisse und Lehren für seine Bewusstseinsentwicklung beziehen. Die innere Stimme ist zum Beispiel eine Möglichkeit, um mit dem Höheren Selbst zu kommunizieren. Holismus (Ganzheitslehre). Von J.C. Smuts geprägter Begriff. Im Gegensatz zum Reduktionismus, der die Funktionsweise der Einzelteile eines Systems ergründet, besagt der Holismus, dass der Kosmos aus vollkommenen Systemen oder Ganzheiten besteht. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile - daraus entsteht eine umfassendere Wirklichkeit. Dieses Prinzip ist auch als Synergie bekannt. Arthur Koestler erklärte den Holismus damit, dass man "das Wesen einer Kathedrale nicht erfassen kann, indem man ihre Bausteine analysiert." Holistische Medizin. Die holistische Medizin betrachtet Körper, Geist und Psyche als eine Einheit. Sie geht von der Vorstellung aus, dass Gesundheit von der Harmonie dieser drei Komponenten und der harmonischen Beziehung des Einzelnen zu seinen Mitmenschen und der Umwelt abhängig ist. Krankheit ist in der Sichtweise der holistischen Medizin eine Störung der Harmonie. Deshalb macht die Wiederherstellung der Gesundheit viel umfassendere bzw. ganzheitlich orientierte Behandlungsmethoden erforderlich, als sie in der herkömmlichen Schulmedizin verwendet werden. Heute gibt es bereits viele Schulmediziner, die eine holistische medizinische Perspektive entwickeln. sie kombinieren die Schulmedizin mit verschiedenen alternativen Heilmethoden. (Siehe auch unter Alternative Medizin.) Homöopathie (griech.: homoios = ähnlich; pathos = Krankheit). Von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert entdeckte Heilmethode, die sich in vieler Hinsicht von der Allopathie unterscheidet. Die Homöopathie behandelt nämlich den Menschen und nicht die Krankheit. Sie geht davon aus, dass dieselbe Krankheit bei verschiedenen Menschen in unterschiedlicher, individueller Form zum Ausdruck kommt. Deshalb berücksichtigt der Homöopath bei der Behandlung und der Wahl der Mittel die Persönlichkeit des Patienten. Ein weiteres Hauptprinzip der Homöopathie lautet, Gleiches mit Gleichem zu heilen. Nach dieser Methode heilten bereits Hippokrates und Paracelsus. Der Homöopath wählt das Mittel, das den im Krankheitsbild auftauchenden Symptomen entspricht. Hahnemann kam auf den genialen Gedanken, Kranke mit genau jenem Mittel zu behandeln, das bei Gesunden dieselben Symptome auslösen würde wie die, an denen der Kranke leidet. Die homöopathischen Mittel werden in verschiedenen Verdünnungen (Potenzen) verabreicht. Dabei wird die Wirkung oft grösser, je höher die Verdünnung ist. Bei den homöopathischen Mitteln besteht keine Gefahr von Nebenwirkungen. Sogar in der Tiermedizin wird die Homöopathie mit Erfolg angewendet. Horoskop. In der Astrologie verwendetes und aus den Geburtsdaten eines Menschen berechnetes Diagramm zur Deutung der Persönlichkeit und des Lebenswegs. Horoskope können auch für Länder, Verträge u.ä. erstellt werden. Humanistische Psychologie. > Maslow, Abraham. Huna. Huna leitet sich von "Kahuna" ab, dem traditionellen Priester und Magier auf Hawaii. Unter dem Namen "Huna" oder "Huna-Magie" wird heute die geheime Lehre der Kahunas unterrichtet. Sie wurde angeblich von dem Engländer Max F. Long entschlüsselt, ohne dass er selbst jemals in diese Lehren eingeweiht worden war. Hydrotherapie. Heilbehandlung mit Quellwasser. Die Hydrotherapie geht auf eine Methode des 19. Jahrhunderts zurück, die von Vincent Priessnitz entweickelt wurde. Neben dem Trinken von Heilwasser werden Bäder und feuchte Wickel verwendet. Ein weiterer Vertreter der Hydrotherapie war Pfarrer Kneipp, der verschiedene Kurbäder in Deutschland und Österreich gründete. Heilquellen enthalten Mineralstoffe und Salze, die auch durch die Haut vom Körper aufgenommen werden. Die heilsame Wirkung von Wasseranwendungen war bereits den Griechen und Römern bekannt. Hypnose (griech.: hypnos = Traum). Eine Art Trance, die bereits in Ägypten bekannt war und im 18. Jahrhundert von Franz Mesmer wiederentdeckt wurde. Die Hypnose ist ein Zwischenstadium zwischen Schlafen und Wachen, in dem die normale Kritikfähigkeit erhalten bleibt. Unter Hypnose verliert man jedoch die Selbstkontrolle, weshalb die hypnotisierte Person sehr stark beeinflussbar ist. Hypnose wird durch Entspannungstechniken und verbale Suggestion herbeigeführt. Die Ansprechbarkeit auf Hypnose ist jedoch individuell verschieden. Hypnose kann zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden, aber auch zur Rückerinnerung an frühere Leben. (Siehe auch unter Rückführung.) |