EAS (Energetisches Ausgleichssystem.) Behandlungsmethode und Selbsthilfetechnik durch örtliches gezieltes Handauflegen oder streichende Berührung mit der Hand oder den Fingerspitzen. EAS soll die Energie im gesamten Körper ausgleichen. (Siehe auch unter Magnetopathie und Reiki.)

Eckankar. Glaubenslehre, die der geheimen Schule der sog. Eck-Meisterentstemmt und von Paul Twitchell (1908-1971) ins Leben gerufen wurde. Durch eine ununterbrochene Kette von Weisheitslehren wird nach der Vorstellung von Eckankar die kosmische Strömung aufrechterhalten. Im Mittelpunkt der Lehre steht die Selbsterkenntnis und die Zusammenarbeit mit Gott. Die Mitglieder von Eckankar üben sich auch in der Kunst der Astralreisen.

Ego. In der Esoterik bedeutet das Wort "Ego" das beschränkte Ich des Menschen, das sich an kleinliche, egoistische Ziele klammert und die Weiterentwicklung der Seele zum Höheren Selbst behindert.

Einweihung (auch: Initiation). Die Aufnahme in eine esoterische Gemeinschaft und das Erlangen von Geheimwissen. Die Einweihung vollzieht sich in verschiedenen Stufen oder "Graden" und ist mit verschiedenen Ritualen verbunden.

Empowerment Workshop. Kurs zur Persönlichkeitsentwicklung, der in den USA von den Therapeuten David Gershon und Gail Straub entwickelt wurde. In den Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie Arbeit, Sexualität, Geld und Energie.

Encounter-Gruppen ("Begegnungs-Gruppen"). Methode der Psychotherapie und in den 60ger Jahren eine weitverbreitete Form der Gruppentherapie.

Energie. Grundlage aller Lebensformen und materiellen Manifestationen im Universum. Bei den Chinesen als Chi bekannt. Die Yogis sprechen von derselben Urenergie als "Prana", die sich durch die Energiekanäle (Nadis), die bei den Chinesen Meridiane heissen, im Körper verteilt.

Energiemassage (auch: "traditionelle japanische Massage"). Die Energiemassage hat ihren Ursprung im 9. Jahrhundert in Japan. Bei der Massage wird schneller Druck auf die Akupunktur-Punkte an den Meridianen ausgeübt. Auch die Rücken und Schultermuskulatur mit speziellen Hand- und Fingertechniken behandelt.

Engel (griech.: angelos = Bote). Astralwesen, die keinen physischen Körper haben. Engel erscheinen den Menschen. Sie sind die Mittler zwischen Gott und dem Menschen. Jeder Mensch hat seinen persönlichen "Schutzengel", der ihn beschützt und z.B. in Form der "inneren Stimme" mit ihm kommuniziert. Die Welt der Engel soll einer hierarchischen Ordnung folgen. Der Neuplatoniker Dionvsius Areopagita stellte im 5. Jahrhundert eine Engelhierarchie auf, an deren Spitze die Seraphim stehen. Darauf folgen die Cherubim, Throne, Herrschaften, Fürstentümer, Mächte, Kräfte, Erzengel und Engel. Auch Rudolf Steiner beschrieb diese Hierarchie. Bei ihm heissen die Seraphim "Wärmegeister". Darauf folgen die Geister der Harmonien, die Geister des Willens, die Geister der Weisheit, die Geister der Bewegung, die Geister der Form, die Geister der Persönlichkeit, die Feuergeister und die Söhne des Zwielichts oder des Lebens.

Enlightenment Intensive (engl.; dtsch. soviel wie "intensive Erleuchtung"). Von dem Amerikaner Charles Berner entwickelte Gruppentherapie, die in Europa von Jeffe Loce verbreitet wurde. Enlightenment Intensive arbeitet mit Grossgruppen von bis zu 90 Teilnehmern. In den Gruppen wird nach der Tradition des Zen-Buddhismus in vier Stadien über paradoxe Fragen diskutiert (siehe auch unter Koan). Ziel der Gruppen ist, sich von der Fixierung auf die eigene Person zu lösen.

Enneagramm (griech.: ennea = neun; grammos = Punkt). Das Enneagramm ist ein jahrtausend altes Symbolsystem zur Persönlichkeitsanalyse Ursprünge im dunkeln liegen. Einigen Quellen zufolge soll es aus dem Sufismus stammen. Auch G.I. Gurdjieff erwähnte das Eneagramm und verwendete es in seiner Lehre. Oscar Ichazo, der Leiter des Arica-Instituts lehrt die Bedeutung und Interpretation des Enneagramms. Das Enneagramm ist ein offenes Neuneck aus je drei Triaden, dem neun Persönlichkeitstypen zugeordnet werden. Die neun Typen sind wiederum in drei Triaden unterteilt - die Gefühls-Triade, die Handlungs-Triade und die Beziehungs-Triade. Jeder Typus resultiert aus einer Dialektik, die aus These, Antithese und Synthese der psychologischen Eigenschaften, die diese Triade kennzeichnen, besteht. Die Entdeckung des eigenen Persönlichkeits-Grundtyps in einer Triade bildet den Anfang eines Prozesses der Selbsterkenntnis.

Entspannungstechniken. Geistige und körperliche Übungen, die zur Entspannung von Körper und Geist führen und die innere Harmonie wiederherstellen, wie Autogenes Training. Biofeedback und bestimmte Yoga-Übungen.

Erleuchtung. Die Erfahrung des Einswerdens mit dem Kosmos oder mit Gott. Im Zustand der Erleuchtung lösen sich die Grenzen des Ichs auf und die endgültige und absolute Wahrheit offenbart sich. (Siehe auch unter Nirwana.)

Erscheinung. Das Auftauchen von Verstorbenen oder Engeln aus dem Nichts. Auch durch das Phänomen der Bilokation kann ein Meister als Erscheinung wahrgenommen werden.

Esalen-Institut. Ein bekanntes Zentrum für Persönlichkeitsentwicklung in Big Sur, Kalifornien, das 1962 von Michael Murphy und Richard Price gegründet wurde. Wichtiger Konferenzort für New-Age-Pioniere und Vertreter der transpersonalen Psychologie mit reichhaltigem Seminarangebot.

Esalen-Massage. Am Esalen-Institut entwickelte "sanfte" Streich-Massage, bei der langsam über den Körper gestrichen wird.

Esoterik (griech.: esoterikos = innerlich). Das Geheimwissen, das ursprünglich nur einem "inneren" Kreis von Eingeweihten (siehe Einweihung) zugänglich war. Ein Entwicklungsprozess des menschlichen Bewusstseins, der nur erfahrbar und erlebbar ist und nicht gelehrt werden kann. Die sog. esoterischen Lehren werden durch Schriften (die "exoterisch", das heisst nach aussen gerichtet, sind) verbreitet. Sie sind aber stets mit Übungen und bestimmten Lebensweisen verbunden.

Essener. Sekte und Gemeinschaft, die zu Lebzeiten Christi am Toten Meer lebte und deren Lehre auf einem biogenischen (griech.: lebensspendend) Lebensstil beruht. Der lakto-vegetabilen Ernährung (Milchprodukte, Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse) kam eine besondere Bedeutung zu.

EST (Erhard Seminar Training; bedeutet im Lateinischen auch "es ist"). Von Werner Erhard (geb. 1935; bürgerlicher Name: Jack Rosenberg), entwickelte und 60 Stunden dauernde Kurztherapie. Beim EST-Training werden Methoden der Denkmuster-Zerstörung mit darauf folgendem Wiederaufbau der Persönlichkeit verwendet.

Eutonie ("harmonische Spannung"). Von der Dänin Gerda Alexander (geb. 1908) entwickelte körperliche und geistige Übungen zur Harmonisierung von Körper und Psyche. Eutonie ist ein westlicher Weg zur Erfahrung der körperlich-geistigen Einheit des Menschen. Durch die bewusste Erfahrung der eigenen Körperlichkeit wird die Kreativität entfaltet und die soziale Kontaktfähigkeit verbessert. Der ausgeglichene Spannungszustand, der durch die Übungen der Eutonie bewirkt wird, steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit.

Eurythmie ("harmonische Bewegung"). Siehe unter Steiner, Rudolf und Tanz.

Evolution. Die allmähliche Weiterentwicklung des Menschen und seines Bewusstseins.

Exorzismus. Die Austreibung von Dämonen aus einem Besessenen oder von Poltergeistern aus Häusern, in denen es spukt. Als Exorzisten betätigen sich nicht nur Vertreter der katholischen Kirche, sondern auch Medien oder Geistheiler.